Kartoffeltag Sachsen 2016

Die Anreise zum Kartoffeltag nach Sachsen hat sich, trotz Winterchaos auf den Straßen, wieder mal gelohnt. Dem Vorsitzenden, Herr Günther, und der Geschäftsführerin Ariane Weiss ist es wieder mal gelungen, eine sehr interessante Veranstaltung auf die Beine zu stellen. 3 Vorträge verdienen Bestnoten:

Dr. Andreas Keiser, von der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (Zollikofen, Schweiz), berichtete über die aktuellen Forschungsergebnisse zu Silberschorf und Colletotrichum an Kartoffeln. Was viele überraschen mag, eine 3 jährige Fruchtfolge ist zu eng. Um die Bodeninfektion bei Colletotrichum zu unterbrechen sind 5 Jahr ratsam. Die allgemein bekannten Übertragungswege beim Silberschorf bestätigen sich. Hauptinfektionen sind die Übertragung durch befallenes Pflanzgut und Sporulation im Lager.Kartoffeltag Sachsen 2016

Mit der Suche und Kartierung von Drainagesystemen beschäftigt sich Mario Hehne von Apus Systems aus Dresden. Bereits zu DDR-Zeiten gab es eine EDV-gestützte Erfassung von Drainageplänen. Heute sind diese Pläne an vielen Stellen zerstreut und es macht viel Aufwand, die Daten wieder zusammen zutragen. Aktuelle und genaue Pläne sind jedoch eine Voraussetzung für die Pflege und Erhaltung der Drainage. Mit moderner GPS-Technik können aber Kartierungen mit verbindlichen Koordinaten erstellt werden. In vielen Flächen tickt eine Zeitbombe! Mangelnde oder falsche Unterhaltung führt zwangsläufig zum Totalschaden des Systems. Die Dienstleistungen der apus sind eine große Hilfe, bei der Pflege und Unterhaltung von Drainagesystemen.

Das Highlight war jedoch der Vortrag von PD Gaby-Flör Böl vom BfR (Bundesintitut für Risikobewertung) aus Berlin. Die analytischen Messsysteme sind heute so fein, dass man ein Stück Würfelzucker, das man in den Bodensee wirft, über eine Analyse des Wassers nachweisen kann. Solche Untersuchungsergebnisse werden leider immer wieder von vermeintlichen Umweltschützern angenommen, um die Verbraucher mit Horrormeldungen zu verunsichern! So zum Beispiel die Meldung über die Feststellung von 30 Mikrogramm Glyphosat in 1 Liter Bier. Die Meldung ist absolut richtig, es sollte aber auch dazu gesagt werden, das ein Erwachsener über 1.000 Liter Bier pro Tag trinken müsste, um in den Risikobereich zu gelangen. Na dann PROST!

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